Facebook Apps und Hotels
Durch einen Blogbeitrag von Daniel Ammersdorfer auf Tourismus-Zukunft aufmerksam geworden, habe ich mal kurz ( wirklich nur kurz, kein Anspruch auf Vollständigkeit) recherchiert, welche Hotels den eigene Apps auf Facebook anbieten. Ausgenommen habe ich erstmal die Hotelportale oder Reiseportale. Die sind mehr oder weniger alle vertreten.
Ergebnis: 3 Apps für Hostels (wobei scheinbar Hostelbook und Backpacker den gleichen Anbieter haben) und 2 Hotels. Irgendwie bescheiden.
Pages und Profile gibt es natürlich mehr.
Im Detail:
HI-Hostels, die von D.A. erwähnte App.
Man kann
- zu einem Hostel, in dem man gebucht hat, sehen welche anderen FB-User mit dieser App auch zu dieser Zeit dort sind,
- seine Reiseeindrücke mit anderen teilen,
- Einschätzungen andere HI-Nutzer und Hostel Photos sehen
- Aktivitäten planen
Ausgewiesen sind monatlich 3.094 aktive Nutzer.
Backpacker und Hostelbook.com erscheinen als unterschiedliche Apps in der App-Liste. Bei der Installation erscheint jedoch die gleiche Anwendung. Besser gesagt erschien sie nicht. Mehrfache Versuche der Installation scheiterten. Woran es liegt ? Eventuell die Umstellung der Facebook Policies und der API ?
Mit ausgewiesenen 12.322 monatlich aktiven Nutzern bei Backpacker und 166 bei hostelbook.com muss es ja mal geklappt haben.
Man kann:
- eine Freundesliste erstellen
- Informationen über Reiseziele erhalten, indem man Feedback ehemaliger Reisender zu diesem Ort erhält
- man kann Buchungen vornehmen
- man sieht, wer aktuell im Hostel eingebucht ist.
Dann sind als Hotels noch Tablet Hotels zu nennen.
Mit 868 monatlich aktiven Nutzern gar nicht so schlecht.
Holiday Inn hat auch eine App im Angebot – die aber nicht funktioniert. Mit 8 monatlich aktiven Nutzern ist der Erfolg auch mehr als bescheiden.
Meine Schlussfolgerung – hier spielt die Zielgruppe die dominante Rolle. Die Mehrzahl der aktiven FB-Nutzer weltweit ist wohl im Hostel-Alter. Die etwas älteren nutzen dann eher die Preisvergleichsportale oder gehen über Bewertungsplattformen. Buchungen bei Hotels erfolgen über die etablierten Kanäle (direkt on- oder offline, GDS, TMC u.a.). FB ist ein soziales Instrument und ist im Moment noch nicht wirklich in der Lebenswelt der 30+ angekommen. Das wird sich ändern, so daß man allen Suppliern nur empfehlen kann erste Erfahrungen zu sammeln um ein Gefühl für das Medium zu bekommen.
Ein “must” sind die sozialen Netzwerke für alle Arten von Communitys. Man kann natürlich in stolzer Haltung auf seine Einmaligkeit pochen und eine “Insel” bleiben, nur verschenkt man dann kurzfristig Kundenpotential und ist mittel- und langfristig aus dem Rennen. In Deutschland exerziert das recht gut Triphunter als Shopping Club vor. Die Mitgliederakionen auf Wer-Kennt-Wen oder die Ads auf Facebook sprechen für sich. Das Shopping-Club-Prinzip wird dabei wohl deutlich aufgeweicht, aber wen störts, wenn der Umsatz stimmt und die Kunden zufrieden sind.
Gespannt bin ich auf die Resonanz auf die App von TripsByTips. Die Berliner Reisecommunity plant eine “virtuelle Reisemöglichkeit”, also eine App aus dem Game- und Fun-Bereich. Eigentlich war man ja schon fertig, dann stellte Facebook jedoch seine Policy für Apps um und Mehrarbeit wurde notwendig um die Viralität der Anwendung auch unter den neuen Bedingungen zu gewährleisten. Einige Blicke auf die App hatte ich schon und auch interessante Gespräche mit dem Geschäftsführer Uwe Frers und dem Entwickler Gereon Frisch. Mehr dazu bei Freischaltung der App.
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admin @ August 20, 2008














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